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Plätze vier, fünf und sechs - Das ist stark!

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Drei Starts und dreimal gab es ein Olympisches Diplom für Linus Heidegger und Vanessa Herzog. Der Präsident des Österreichischen Eisschnelllauf Verbandes Dr. Hans Spohn zieht positiv Bilanz über die Olympischen Winterspiele 2018.

„Gerade die Eisschelllaufbewerbe waren mit hervorragenden Leistungen in ihrer gesamten Ästhetik und Dank ihrer spannenden Verläufe eine große Werbung für den Sport. Vanessa Herzog erbrachte sehr gute Leistungen auf absolutem Weltklasseniveau. Sie wird von ihrem Mann betreut. Die in medialer Euphorie herbeigeträumte Medaille hätte dann gelingen können, wenn alles perfekt zusammengepasst hätte.

OG-Imagebild-Schlittschuh-Hans-Spohn-privatDavon konnte aber leider nicht die Rede sein. Der im Vorfeld der Spiele erlittene, massive grippale Infekt mit hohem Fieber beeinträchtigte die unmittelbare Vorbereitung und zwang sie schlussendlich auch zum Verzicht auf zwei Starts. Trotzdem erzielte sie über 500 Meter den vierten Platz und über 1.000 Meter den fünften Platz. Ich habe sehr großen Respekt vor Vanessas Leistung.

Besonders aber freut mich der sechste Platz von Linus Heidegger im Massenstart und die Art, wie er erlaufen wurde. Linus war offensiv und aktiv im Rennen. Er nahm sein Herz in die Hand und gewann das Semifinale. Auch im Finale blieb er dieser Linie treu und holte wertvolle Punkte in den Zwischensprints. Der neu ins Olympiaprogramm eingeführte Massenstart vermittelt für die Zuseher sehr spannende Momente.

Mit einem Schlag ist klar und der Öffentlichkeit bewusstgeworden, dass der Eisschnelllaufsport in Österreich nicht nur aus Vanessa Herzog besteht. Sondern eben auch aus einem Linus Heidegger, der in letzter Zeit mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Österreichischen Rekorde über 5.000 und 10.000 Meter verbesserte und auf international beachtlichem Niveau sich präsentierte. Er hat sich für die in zwei Wochen stattfindende Allround-Weltmeisterschaft qualifiziert und einen der 24 begehrten Startplätze erkämpft. Gleiches gilt auch für Armin Hager, der das Olympiaticket hauchdünn verpasste im Massenstart. In jener Disziplin, in welcher er vor einem Jahr WM-Fünfter in Gangneung wurde.
Aus dem Junioren- und U-23-Bereich drängen die nächsten Athleten in unseren Weltcupkader. Floris Root, Viola Feichtner, Viktoria Schinnerl, Gabriel Odor, Ignaz Gschwentner und Anna Molnar haben in dieser Saison schon gute Ergebnisse gezeigt und wir hoffen natürlich auf weitere gute Platzierungen beim Weltcupfinale der Nachwuchsläufer sowie den Juniorenweltmeisterschaften in Salt Lake City.

All die Genannten entspringen ebenso wie Vanessa Herzog, die viele Jahre zur Trainingsgruppe gehörte, der jahrelangen konsequenten und international beachteten Aufbauarbeit des Innsbrucker Spitzenclubs USCI und seines Umfeldes, denen unser Dank ebenso gebührt wie den für die Förderung des Sports zuständigen Einrichtungen der Sportförderung bei Bund, Bundesheer, Land Tirol und Stadt Innsbruck sowie unseren Sponsoren.“

Dr. Hans Spohn
Präsident Österreichischer Eisschnelllauf Verband
25. Februar 2018

25.02.2018 14:22

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