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Short Track: Die kurze Geschichte der Formel 1 am Eis

Vom Eislaufen zum Short Track Eisschnelllaufen - ein geschichtlicher Rückblick

Die wörtliche Übersetzung von Short Track ist "Kleinbahn". Die Wettbewerbe werden auf kleineren Bahnen, Eishockeyfeldern, ausgetragen. Aus Mangel an 400m Eisbahnen wurde bereits um die letzte Jahrhundertwende in Kanada, England und Schottland auf Eishockeyfeldern um die Wette gelaufen - die Geburtsstunde des Short Track Eisschnelllaufens. Die erste offizielle Short Track Eisschnelllauf Weltmeisterschaft wurde 1982 in Meudon/Paris ausgetragen. Entgegen allen Vorhersagen wurde Short Track Eisschnelllaufen in Calgary als Demonstrationsbewerb durchgeführt und 1992 in Albertville als offizieller olympischer Bewerb anerkannt. Veronika Windisch hat bei den Olympischen Winterspielen Vancouver teilgenommen. Melanie Brantner schrieb im Jänner 2012 YOG - Olympiageschichte - als Gewinnerin einer Bronze Medaille im internationalen Staffelbewerb!
Eisschnelllaufen und Short Track Eisschnelllaufen - der Unterschied Short Track Eisschnelllauf Wettbewerbe werden auf einem Eishockeyfeld ausgetragen. Dazu wird eine Bahn mit 111.12 m Rundenlänge eingezeichnet. Im Unterschied zum Eisschnelllauf, das auf einer Bahnlänge von 400m ausgetragen wird, starten mehrere Läufer (bis zu 8) gleichzeitig nebeneinander auf einer Startlinie.

Short Track Eisschnelllaufen - Wettkampfstrecken und Wettkampfmodus

Bei nationalen und internationalen Meisterschaften werden 3000m, 1500m, 1000m sowie 500m gelaufen. Von der Anzahl der gemeldeten Läufer hängt es ab, wie viele Vorläufe á 4 Läufer (500m / 1000m) oder á 6 Läufer (1500m) ausgelost werden müssen. Die beiden jeweiligen Erstplatzierten und eventuelle zeitschnellste Dritte qualifizieren sich für die nächste Runde, das Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Weitere gängige Wettkampfstrecken sind noch 165m, 222m, 333m, 400 und 800m sowie die Relays über 3000m bzw. 5000m.

Bei der "Relay" (Staffel) handelt sich um ein Mannschaftsrennen mit 4 Läufer pro Team, die sich alle 1-2 Runden ablösen. Es befinden sich also gleichzeitig 16 Läufer am Eis. Da wird man schon beim Zuschauen schwindlig. Spektakuläre Kurvenkämpfe, wie in der Formel 1 und Stürze sind da fast vorprogrammiert. Um Verletzungen zu vermeiden, sind die Banden zusätzlich mit dicken Matten geschützt. Die Sportler tragen Helme und schnittfeste Unterwäsche. Um bei Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h überhaupt um die Kurve zu kommen werden atemberaubende Schräglagen erreicht. Die linke Hand stützt sich dabei auf dem Eis ab.
Für die Zuschauer ist Short Track einer der actionreichsten Sportarten überhaupt. Bei den Olympischen Spielen gehört Short Track zu den Veranstaltungen mit den größten Zuschauermengen.