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Zwischen 35 WM-Medaillen und zwei indischen Außeneisbahnen

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198 Athleten aus 40 Nationen nehmen an diesem Wochenende an den Juniorenweltmeisterschaften im Short Track Eisschnelllauf in Innsbruck statt. Schauplatz der Veranstaltung ist die große Olympiahalle. Seit Montag frequentieren die Athleten die Trainingseinheiten. Von acht Uhr morgens bis neun Uhr abends sind die Mannschaften abwechselnd am Eis.

Viele der Athleten und Betreuer lobten bereits die guten Bedingungen in Innsbruck. „Das Eis ist wirklich super. Wir freuen uns schon richtig auf die Wettkämpfe“, erklären Nicolas Andermann und Heinrich Liu. Die beiden Wiener sind Österreichs Vertreter bei dieser Großveranstaltung. Für die beiden ist es das erste Großevent vor heimischer Kulisse und auch der erste Einsatz in Innsbruck. Zum ersten Mal finden Juniorenweltmeisterschaften in der noch jungen Sportart Short Track in Österreich statt. 1998 und 2009 war Wien Veranstalter der Weltmeisterschaften. Vor 19 Jahren war der Marc Gagnon mit vier Goldmedaillen einer der Superstars im Short Track. Als Trainer der kanadischen Junioren ist er nun nach Österreich zurückgekehrt. „Es ist toll in Innsbruck. Wir haben bereits am Montag die Stadt besichtigt. Man spürt nach wie vor den olympischen Flair“, erklärt der 35-fache Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften.

Zwei Eisbahnen mit kleinem Trainingsfenster

Nun sollen seine Schützlinge für Medaillen sorgen. „Ich habe ein wirklich starkes Team und rechne mit Medaillen. Das Niveau ist aber unglaublich hoch, fast wie im Weltcup“, berichtet Gagnon, der 2002 seine Karriere beendete. Drei Jahre später debütierte Avadhut Tawade im Weltcup, als erster Inder. Auch er ist in Innsbruck angekommen mit seiner Mannschaft. Und wie Marc Gagnon ist der Inder als Trainer aktiv. Seine beiden Schützlinge stammen der Nähe von Bangalore.

Trainingszeiten in der Heimat sind aber für die Inder selten. Zwei Eisbahnen hat der südasiatische Milliardenstaat. Aufgrund des Klimas sind diese aber gerade einmal einen Monat im Betrieb. Bei einem kalten Winter versteht sich. „Dank einer Förderung des Internationalen Verbandes können meine Athleten mehrere Monate in Südkorea trainieren. Sie lernen von den Weltbesten. Mittlerweile haben sie auch schon die Weltcuplimits gelöst“, erzählt Tawade.

Auf der Stelle in den Sport verliebt

Erstmals könnten europäische Athleten die Goldmedaillen bei den Juniorenweltmeisterschaften, die seit 1994 ausgetragen werden, gewinnen. Mit dem Ungarn Shaoang Liu und der Russin Sofia Prosvirnova kommen die Favoriten auf den Sieg aus Europa. Prosvirnova gewann vor einer Woche Silber bei den Europameisterschaften in Turin, Liu wurde Vierter.
Packende Duelle, Stürze und spannende Rennen sind die Markenzeichen dieser jungen Sportart. „Short Track ist einfach wirklich extrem attraktiv. Die Kurven in so hohen Geschwindigkeiten zu fahren ist einfach ein unglaubliches Gefühl. Wenn du einen jungen Athleten an diese Sportart heranführst bemerkst du sofort, dass er sich auf der Stelle in Short Track verliebt hat.

25.01.2017 03:50

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