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Living the Canadian Dream

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Unser Athlet Philemon Rainer ist über den großen Teich gezogen. Er bereitet sich in Calgary auf die kommende Saison im Short Track Eisschnelllauf vor. Über seine neuen Erfahrungen berichtet er hier:

Gut einen Monat ist es nun her, dass ich den Sprung über den großen Teich nach Kanada gewagt habe. Ziel war keine geringere Stadt als Calgary – eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Sporthauptstadt der Welt. Einigen dürften auch die Olympischen Spiele von 1988 in Erinnerung geblieben sein. Neben drei goldenen Medaillen im Ski Alpin, gab es auch Silber und Bronze im Eisschnelllauf. Das ist auch die Sportart, welche mich zu diesem Schritt bewegt hat.

Mein Name ist Philemon Rainer, bin 21 Jahre alt, aus dem schönen Kärnten und Teil des österreichischen Nationalteams für Short Track Eisschnelllauf. Nach zweimaliger Qualifikation für die Juniorenweltmeisterschaften war 2016 der Höhepunkt meines sportlichen Werdegangs, ein 27. Platz bei den Europameisterschaften in Sochi. Nach bestandener Matura auf der HTL Mössingerstraße, folgte im Sommer das Bundesheer. Da ich vor allem den Eistrainings, die für mich in Pontebba in Italien stattfanden, selten beiwohnen konnte, stellte es sich für mich schnell heraus, dass der Fokus auf die Saison 2017/2018 gerichtet werden musste.

Den Tipp nach Calgary, ins Olympic Oval zu gehen, erhielt ich im Winter von niemand geringerem als Veronika Windisch. Auf diesem Wege, nochmals Danke Vroni für deine Hilfe! Nach ersten Kontakten mit den Leitern des Programmes, und meinem neuen Trainer, war es dann Ende April fix, dass ich dem Programm am schnellsten Eis der Welt teilnehmen würde. Ein Schritt der, wie es sich sehr schnell herausstellte, der richtige für meine sportliche Zukunft ist.

Der Short Track-Eliteweg des Olympic Ovals ist in vier Gruppen unterteilt, in denen insgesamt an die 40 Athleten trainieren. Neben dem besten und schnellsten Eis der Welt gibt es nicht nur hervorragende Trianingsmöglichkeiten, sondern auch ein Betreuerteam, bestehend aus ehemaligen Weltklasse-Athleten, Physiotherapeuten, Technikern, Ernährungswissenschaftlern, Sportpsychologen und Trainern, von denen jeder ein Experte auf seinem Gebiet ist.

Das Training inkludiert nicht nur etliche Eistrainings, sondern auch Krafttraining, Sprinttraining, sondern auch Ausdauer- und Intervalltrainings in Form von gemeinsamen Radausfahrten, Läufen, Besteigungen diverser Gipfel in den Rocky Mountains und vereinzelten Trainingslagern. Neben sehr harten Trainings wird auch sehr viel Wert auf aktive Regeneration gelegt.
Durch wöchentliche und monatliche Tests wird der Trainingsverlauf festgehalten und auch dementsprechend angepasst. Eat-Sleep-Train-Repeat, das ist der Tagesablauf für sechs Tage in der Woche, was nicht nur für mich, sondern für jeden Sportler der Traum schlechthin ist. Sonntags, am einzigen freiem Tag in der Woche bleibt dann Zeit für Entspannung und richtigen Barbecues mit Mitbewohnern und/oder den Teamkollegen.

Die persönlichen Fortschritte machen sich in allen Bereichen bemerkbar und sind in meiner Technik bemerkbar, was ein kontinuierliches Eistraining nicht alles ausmacht. Für die kommenden Wochen heißt es nun hart und fokussiert weiterarbeiten um der Qualifikation für die Weltcups Stück für Stück näher zu kommen und diese auch zu schaffen.

Ich möchte mich noch beim Österreichischen Eisschnelllaufverband, KärntenSport und vor allem bei meiner Familie und meiner Freundin bedanken, die mir das Alles ermöglichen!

09.07.2017 22:57

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